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Das Momentomat und seine Geschichte

 

Auf meiner 3-monatigen Fotoreise durch Argentinien übten gleich vom ersten Tag an die bunten, russenden und höllisch lauten Uraltbusse, die durch die Strassenschluchten von Buenos Aires donnerten, eine große Faszination auf mich auf. Es war diese Kontroverse aus Farbenpracht und Rausch der Geschwindigkeit einerseits, Klimakatastrophe, Lärmterrorismus und Gefahr andererseits.

 

Durch pure Unachtsamkeit hatte mich an einem meiner ersten Tage ein solches grün-weisses Monster in seinen Luftsog gehüllt, an einem anderen Tag wurde ich Zeuge, wie ein Kind von einem zum Glück gerade erst wieder anfahrenden Bus erfasst wurde. Es war dieser Moment, dieser kleine Moment der Unachtsamkeit, der soviel Macht und Gewalt in sich trägt, dieser kurze Moment, dieser kurze Moment, in dem es röhrt, rauscht und vibriert, während ein Bus durchs Blickfeld donnert und die Wahrnehmung einen Overkill  erleidet.

 

Ich musste diese Momente festhalten – sie dokumentieren und sammeln.

 

Als es dann später um das Thema Ausstellung ging, war mir schnell klar, dass ich diese Reihe in ihrer ganzen Masse zeigen musste. Um die Masse auf die Spitze zu treiben, drehte ich jeden Moment einmal um 180 Grad, sinnbildlich für die unterschiedliche Wahrnehmungsmöglichkeit verschiedener Personen und verdoppelte so nochmals die „Momentstückzahl“ des Momentomaten.

 

Ein ursprüngliches Konzept (das letztlich nicht in Vollendung zur Anwendung kam) sah vor, dass ich auf Basis  eines jeden verkauften „Momentes“  einen Neuen kreieren würde. Gleichsam dem realen Fluss der Zeit und des Geschehenden, in dem sich Moment an Moment reiht, der eine aus dem anderen entsteht und das große Ganze dadurch ständig in Bewegung bleibt und Veränderung unterliegt. Im übertragenen Sinne aus der Gegenwart heraus eine Zukunftsgrundlage erschaffen – eine neue Realität formen.